Tsuchinoko-Modell in Zinn gegossen

Lange Zeit hatte ich mir ja schon vorgenommen von einigen meiner Modelle Abgüsse herzustellen, aber irgendwie habe ich das dann nie auf die Reihe gekriegt, und auch der schon vor geraumer Zeit gekaufte Silikonkautschuk harrte lange seiner Verwendung. Aber gestern habe ich dann endlich einmal die Zeit gefunden mit den schon länger gemachten Silikonkautschukformen ein paar erste Gussversuche zu starten. Nach ein paar Fehlgüssen hat es dann durch zusätzliche Guss-und Luftkanäle doch noch geklappt ein paar annehmbare Modelle zu machen. Als Modell habe ich mir bewußt ein sehr einfach gehaltenes und kleines herausgesucht, dass auch in einer möglichst einfachen Form gegossen werden kann. Daher habe ich mich für mein Tsuchinoko-Modell entschieden. Für alle die nicht wissen was eine Tsuchinoko (oder manchmal auch Tzuchinoko geschrieben) ist, empfehle ich kurzes googlen. Zur Schnellerklärung reicht es eigentlich, dass es sich dabei um eine mythologisch-kryptozoologische kleine Schlange aus Japan handelt, die einen ungewöhnlich kurzen und breiten Körper mit beinahe dreieckigen Querschnitt handelt, und auch einen sehr breiten Kopf und einen extrem kurzen Schwanz besitzt. In gewisser Hinsicht eine Art japanischer Tatzelwurm, der auch angelich immer mal wieder gesehen wird. Auf jeden Fall eine interessante Vorlage für ein Krypto-Modell. Bei der Gestaltung habe ich mich stark an alten japanischen Tuschezeichnungen orientiert, außerdem habe ich extra Bilder von vergleichbaren Schlangen herangezogen, um eine möglichst naturnahe Anordnung der Schuppen am Kopf sowie die korrekte Darstellung der Nasenlöcher und Grubenorgane (mit denen können gewisse Schlangen beinahe wie mit Augen Wärem wahrnehmen) zu gewährleisten. Natürlich geht bei dem kleinen Maßstab nicht allzu viel Detailarbeit, aber ich habe versucht mein möglichstes zu machen, ohne dabei einen unrealistischen Zeitrahmen zu überschreiten, das Modell war ja auch so schon genug Arbeit.

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 Jedenfalls habe ich dieses kleine Modell jetzt auch als Zinnduplikat. Da ich reines Zinn verwendet habe, ist die Detailschärfe geringfügig schlechter als wenn ich spezielles Gußzinn verwendet hätte, aber dafür ist dieses Material nicht bleihaltig, und daher auch nicht giftig. Natürlich kann man die Modelle auch patinieren oder mit verdünntem dunklen Lack lackieren, wodurch die im blanken Zustand noch nicht so gut erkennbaren Detail viel besser zur Geltung kommen, und natürlich kann man sie auch anmalen. Das ich kann solche Abgüsse jetzt auch verkaufen. Ich weiß jetzt noch nicht für welchen Preis ich die Teile verkaufen würde, und wie ich das genau mit der Verkaufsabwicklung machen würde, aber prinzipiell steht dem nichts entgegen. Falls jemand prinzipielles Interesse haben sollte, kann er sich ja einfach mal hier melden. In absehbarer Zeit sind auch noch andere Modelle geplant, etwa ein Abuss meines kleinen Tatzelwurmmodells, und auch von der einen oder anderen Paläofigur könnte ich Abgüsse machen. Dadurch dass ich jetzt weiß wie es geht, könnte ich bei entsprechender Abnahme auch mal von einer speziellen Figur auf Wunsch Abgüsse machen.

Hier mal noch ein paar andere Bilder:

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Dieser Abuss ist übrigens noch nicht bearbeitet, das heißt es sind noch die Reste der Gusskanäle am Modell, und an ein paar Stellen würde noch einmal nachpoliert werden. Außerdem kommen bei dieser Größe und dem stark reflektierenden Material natülich auch die Details nicht so gut raus. Da es sich hier um handgemachte Abgüsse handelt, ist natürlich auch jeder etwas individuell und auch nicht absolut 100%ig perfekt, aber dafür kann man sich sicher sein, auch etwas wirklich besonderes zu besitzen, was man auch sonst nirgends kaufen kann, und auch keine industrielle Massenware aus irgendeinem Dritteweltland ist. Und gerade in der Kryptozoologie gibt es ja so gut wie gar keine Modelle zu kaufen.

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4 Antworten auf Tsuchinoko-Modell in Zinn gegossen

  1. Ich bin immer wieder erstaunt, welches handwerkliche Geschick manche Menschen besitzen. Mit selbstgestalteten Plastiken habe ich bislang überhaupt nichts hinbekommen, was auch nur annähernd an solch eine Qualität heranreicht. Dies verdient meine vollste Hochachtung.

    Künstlerisch bin ich ein halbwegs begabter Maler mit dem Pinsel (Danke an Bob Ross), aber das wars wohl auch schon.

    Ich hätte durchaus Interesse daran, ein paar Stücke für meine Sammlung zu erwerben. Auch für den Verein als Sachpreise und Geschenke wären solche Abgüsse sehr interessant.

    Wie hoch wären denn in etwa die Preisvorstellungen für solche Abgüsse?

  2. Pingback: Charles Hamel.com

  3. Lisa sagt:

    I am looking to find out more about the Tsuchinoko (or Tzuchinoko), particularly eye-witness accounts. Do you know of anyone who has seen one, or who has a family story about one?

  4. Markus Bühler sagt:

    I have also not much literature about the Tsuchinoko, there is some information in some books by Karl Shuker, but also not very much. I am also not aware of any eye-witnesses in recent times.

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