Der bizarre Kamm der Hamburger Hühner

Vor kurzem war ich in dem kleinen Esslinger Zoo in der Nähe von Stuttgart. Der Zoo ist wirklich nur ziemlich klein, aber er bietet doch zumindest ein paar sehr interessante Bewohner, von denen ich einige bisher noch in keinem anderen Zoo irgendo sonst gesehen habe. Man findet dort zugegebenerweise nur eher wenige richtige Exoten, dafür aber auch eine Reihe von sehr interessanten Haustieren, darunter Hamburger Hühner. Diese trotz des etwas irreführenden Namens ursprünglich aus England kommende Hühnerrasse fällt vor allem durch einen ausgesprochen seltsamen Kamm auf. Statt des typischen Hahnenkammes besitzen sie eine breitflächige „Kappe“ mit multiplen Reihen kleiner Zipfel und einem einzelnen langen nach hinten weisenden Zacken:

Es ist schon wirklich erstaunlich wie Mutationen und Selektion ein Organ wie den Kamm eines Hahnes derartig verändern können. Dies zeigt auch einmal wieder, dass man auch nicht nur bei Wildtieren, sondern auch bei Haustieren immerwieder sehr interessante Dinge entdecken kann.

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3 Kommentare zu Der bizarre Kamm der Hamburger Hühner

  1. patricia sagt:

    Ich würde im Zusammenhang mit Haustieren eher von Zuchtwahl als von einer tatsächlichen Selektion sprechen, da hier massiv der Mensch mitgewirkt hat. Kann auch gut sein dass die Form des Kamms ein Produkt einer Pleiotropie oder so ist.

  2. Th. Wessels sagt:

    Lach, selten so groben Unfug gelesen. bei dem Kamm der Hamburger Hühner handelt es sich um den dominant bererblichen Rosenkamm und nicht durch eine gewollten oder ungewollten Wildwuchs. Der Rosenkamm ist bei vielen Haushuhrassen zu finden ( Wyandotten, Dt. Reichshühner etc. )

  3. Markus Bühler sagt:

    Ich verstehe ehrlich gesagt beim besten Willen nicht was hier „grober Unfug“ sein soll. Der Rosenkamm ist ein Merkmal welches sich durch Mutation von der ursprünglichen Kammform unterscheidet, und auch nicht bei der Wildform vorkommt. Dass dieser auch bei einigen anderen Hühnerrassen vorkommt steht auch in keinem Widerspruch. Was hier mit „gewollten oder ungewollten Wildwuchs“ gemeint sein soll, ist mir ebenfalls schleierhaft.

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