Lacertidae Teil 1: Zauneidechsen

Aufgrund der Tatsache dass ich vor kurzem die ersten einheimischen Eidechsen dieses Jahres gesehen habe, und ich auch noch eine Menge Bildmaterial anderer Lacertiden haben, habe ich mich entschlossen eine kurze Reihe über diese Tiere zu machen. Ich fand Eidechsen schon immer ziemlich interessant, und war auch immer schon etwas enttäuscht darüber dass die mitteleuropäische Reptilienfauna so vergleichsweise armselig ist, aber wenn man sich etwas näher mit unseren Eidechsen auseinandersetzt, entdeckt man auch hier einige Überraschungen. Den Anfang der Serie macht die Zauneidechse (Lacerta agilis).

Hier mal ein Photo meines ersten Zauneidechsen-Männchens das ich dieses Jahr entdeckt habe:

Die Farbe von Zauneidechsen ist insbesondere bei den Männchen höchst variabel. Manche sind fast komplett braun oder oliv wie etwa dieses Exemplar:

Andere dagegen sind beinahe schon grellgrün, wobei man wirklich erstaunt ist wie intensiv gefärbt selbst unsere “langweiligen” deutschen Eidechsen sein können:

Man sieht auf dem obigen Bild auch sehr schön die relativ typische Zeichnung über dem Rücken, welche bei manchen Exemplaren auch einfarbig rostbraun sein kann, wobei ich das selbst leider noch nie gesehen habe. Bei manchen Männchen fehlt dieses Muster sogar fast komplett, so dass sie beinahe komplett grün sind, und eher wie Smaragdeidechsen aussehen:

Die Variabilität der Färbung und Muster ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt dass alle der  hier gezeigten Männchen aus der gleichen Population kommen, und teilweise “Mauer and Mauer” leben.

Bei jungen Männchen sind die Farben noch nicht so stark ausgeprägt, vor allem das intensive Grün entwickelt sich erst mit der Zeit. Man erkennt auch gewisse Unterschiede in den Proportionen des Kopfes im Vergleich zu den ausgewachsenen Männchen:

Die Weibchen sind in Bezug auf die Färbung weit weniger variabel, bei ihnen herrschen primär verschiedene Brauntöne vor, welche auch ins gräuliche oder rostfarbene gehen können:

Die Weibchen unterscheiden sich nicht nur in der Färbung von den Männchen, sondern auch in den Proportionen. Ihr Rumpf ist insgesamt etwas länger, dafür haben die Männchen einen etwas längeren Schwanz und auch einen größeren und kompakteren Kopf. Hier noch mal ein anderes Weibchen:

Zuletzt habe ich hier noch ein Photo eines jungen Männchens mit einem erst im frühen Stadium befndlichen Schwanzregenerat:

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