Bild des Tages: Paralomis hystrix
Dienstag, August 28th, 2007Um ehrlich zu sein weiß ich praktisch gar nichts über diese Krabbe, aber ihre Größe und ihr bizarres Aussehen machten ein Photo auf jeden Fall wert:
Um ehrlich zu sein weiß ich praktisch gar nichts über diese Krabbe, aber ihre Größe und ihr bizarres Aussehen machten ein Photo auf jeden Fall wert:
Dieses Präparat zeigt das Produkt einer sehr seltenen Kreuzung, nämlich zwischen einem Auerhahn (Tetrao urogallus), und einem Birkhuhn (Lyrurus tetrix) . Das Ergebnis dieser Kreuzung ist ein sogenannter Rackelhahn. Er steht in seiner Größe und dem Aussehen in etwa zwischen Auerhahn und Birkhuhn. Interessant ist, dass die männlichen Hybriden sich an den Balzplätzen der normalen Birkhähne einfinden, und nicht alleine in ihrem Revier nach Weibchen rufen, wie es der Auerhahn macht. Früher gab es diese Tiere mit Sicherheit häufiger, aber da sowohl das Birkhuhn als auch der Auerhahn in vielen Gegenden schon lange ausgerottet wurden, sind auch die Hybriden entsprechend seltener geworden.
Dieses Präparat befindet sich in der Schausammlung des Zoologischen Instituts der Universität Tübingen.
Flussdelphine gehören in vieler Hinsicht zu den faszinierensten Walen überhaupt, leider auch vielfach auch zu den seltensten, und der tragische Fall des allem Anschein nach inzwischen ausgestorbenen Chinesischen Flussdelphines zeigt uns, dass das Aussterben von Großtieren keineswegs auf die vorigen Jahrhunderte beschränkt war.
Dieses Photo habe ich im Rosenstein-Museum in Stuttgart gemacht. Es zeigt den Schädel des Ganges-Flussdelphins (ja, ich halte mich nicht an die neue Rechtsschreibung, “Delfin” mit “f” sieht einfach schrecklich aus) Platanista gangetica:
Man kann an ihm gut verschiedene spezielle Anpassungen erkennen. Zum einen sind etwa die Augenhöhlen nur extrem winzig, und kaum auszumachen, dafür ist die Stirnregion, welche mit der Echoortung unter Wasser in Zusammenhang steht, auf massive Weise ausgeprägt. Auffallend ist auch die sehr lange Schnauze, mit den langen nadelförmigen Zähnen in der vorderen Hälfte. Tatsächlich können diese Delphine ihr Maul nie richtig schließen, denn die vorderen Zähne greifen zwar ineinander, bleiben aber wegen der nicht vorhandenen Lippen selbst bei geschlossenen Kiefern nach wie vor zu sehen.
Vor ein paar Monaten habe ich beim Spazierengehen ein paar sehr seltsame Insekten auf einer an einem steilen Hang gelegenen Wiese gesehen, die mir bisher noch nie lebend unter die Augen gekommen sind. Das Aussehen dieser Insekten, das ein bißchen zwischen der eines Schmetterlings und einer Libelle lag, ließ allerdings keinen Zweifel daran, dass es sich um Schmetterlingshafte(libelloides longicornis) handelte. Diese zu den Netzflüglern gehörenden Tiere sind entfernt mit den weitaus häufigeren Florfliegen sowie den vor allem durch ihre gefräßige Larvenform bekannten Ameisenjungfern.
Nachdem ich eine ganze Weile lang erfolglos versuchte, ein vernünftiges Photo von den ständig hin-und her fliegenden Schmetterlingshaften zu schießen, gelang es mir dann noch ein paar sehr schöne Bilder von zwei aneinander hängenden Schmetterlingshaften zu machen, die auf einmal auf meiner Hose landeten und sich paarten (…):
Dass in der Tiefsee eine gane Reihe äußerst skurile und merkwürdige Wesen leben, ist ja allgemein bekannt. Allerdings handelt es sich bis auf wenigen Ausnahmen in aller Regel um sehr kleine Tiere, die in der Regel nur wenige Zentimeter messen, und nur ein paar Gramm auf die Waage bringen. Eine dieser Ausnahmen sind gewisse Tiefseeasseln der Bathynomus. Diese Tiere weisen eine kaum zu übersehende Ähnlichkeit mit den in praktisch jedem Garten heimischen Kellerasseln auf, und tatsächlich sind sie auch mit diesen verwandt. Aber einmal abgesehen davon dass es sich um Tiefseebewohner handelt, und gewisse äußerliche Differenzen in Bezug auf Gliedmaßen oder Augen bestehen, fällt vor allem der enorme Größenunterschied auf.
Man kennt insgesamt neun Bathynomus-Arten, von denen die größte Bathynomus giganteus. Bei diesem in der Schausammlung des Paläontologischen Institutes in Tübingen ausgestellten Exemplar, handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um diese Art. Diese Tiere können Längen bis 37cm erreichen, bei einem Gewicht von etwa 1,5kg. Dieses Exemplar hatte in etwa die Größe eines ausgewachsenen Igels. Hier sieht man noch einmal den Kopf etwas besser:
Lebende Exemplare sind von einem zarten Rosa, teilweise auch mit einem leichten Grau. Dieses Exemplar ist natürlich durch das Alter, und wahrscheinlich auch durch Konservierungsmittel praktisch vollkommen entfärbt. Bei diesen Tieren handelt es sich um Aasfresser, die am schlammigen Meeresboden in Tiefen von meistens 365-730m leben, und sich vor allem von herabsinkenden toten Tieren ernähren. Ob ihre enorme Größe aber, wie auf der Tafel am Präparat beschrieben, dazu entwickelt wurde, um lange Perioden ohne Nahrung auszukommen, wage ich einmal zu bezweifeln. Hier spielten sicher auch andere Faktoren eine Rolle. Zum Schluss noch mal eine (leider etwas verwackelte) Ansich welche auch die Unterseite zeigt:
Hier sind noch zwei weitere Bilder aus der Urzeit-Ausstellung in Reutlingen:
Und noch mal eine Nahansicht:
Diese beiden wunderschönen Gestreiften Kanaren-Skinke ( Chalcides sexlineatus) habe ich letztes Jahr im Urlaub aufgenommen. Im Gegensatz zu den allgegenwärtigen Rieseneidechsen der Spezies Gallotia stehlini, die man fast überall sieht, bekommt man den Gestreiften Kanaren-Skink nur relativ selten zu Gesicht, und er ist auch ziemlich scheu, weshalb ich sehr froh bin wenigsten ein paar wenige gute Bilder dieser Tiere gemacht haben zu können:
Megarachne galt lange Zeit als die größte Spinne aller Zeiten, mit einer Beinspanne von einem halben Meter, und einem Körper so groß wie ein Meerschweinchen. Vor einiger Zeit stellte sich aber heraus, dass es sich bei diesem vor gut 300 Millionen Jahren lebenden Biest nicht um eine landbewohnende Spinne, sondern um einen Verwandten der Seeskorpione handelte, und wahrscheinlich auch im Wasser lebte. Unter den Seeskorpionen wäre sie noch nicht einmal besonders groß gewesen, denn einige dieser entfernt mit den heutigen Skorpionen verwandten Wasserbewohnern erreichten Längen von deutlich über 2m. Tatsächlich handelte es sich bei ihnen um die größten bekannten Athropoden aller Zeiten. Die Vorstellung einer reifengroßen Riesenspinne ist also (leider) überholt, aber nichts desto trotz wollte ich hier mal ein Photo einer wunderschön gearbeiteten Lebendrekonstruktion aus dem Naturhistorischen Museum Wien zeigen:
Hier sieht man noch den Abguss eines Originalfossils von Megarachne:
Diesen Seriema habe ich wie so vieles andere im Schönbrunner Zoo aufgenommen. Das dort lebende Paar kann sich praktisch frei bewegen, und hat ein Nest auf einem am Rande einer Außenanlage gelegenen Baumes, wohin auch die im Schnabel getragenen Äste gebracht wurden.
Die Seriemas (Cariamidae) sehen an sich nicht übermäßig spektakulär aus. Diese vorwiegend am Boden nach Kleintieren wie größeren Insekten und Reptilien jagenden Vögel, haben eine ähnliche ökologische Nische wie die afrikanischen Sekretäre, bleiben mit etwa 90cm Höhe aber kleiner als diese. Diese Vögel sind die nächsten lebenden Verwandten der berühmt-berüchtigten Terrorvögel oder Phorusrhaciden. Die größten Arten dieser flugunfähigen Fleischfresser erreichten Höhen von 3m, und Gewichte von etwa 400 kg.
Ein schönes Skelett eines Höhlenbären (Ursus spelaeus) in der Sammlung der Paläontologischen Instituts Tübingen:
Gut zu sehen ist der im Vergleich zum Körper enorm große und kräftige Kopf, sowie der kompakte Körperbau.