Bilder des Tages: Urwalddingo

Der Tierpark in Berlin (nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls in Berlin gelegenen Zoo Berlin, der weiter westlich ist) gibt es eine Vielzahl von Tieren, die man sonst kaum jemals zu Gesicht bekommt. Ein auf den ersten Blick vielleicht extrem unspektakulärer Bewohner, ist der aus Neuguinea stammende Urwalddingo. Er sieht im Prinzip nicht viel anders aus, als ein kleiner und relativ kurzfelliger Haushund, ein bisschen wie ein Husky oder ein anderer nordischer Hund wie der Laika. Es handelt sich dabei aber um eine gänzlich andere, sehr ursprüngliche und primitive Rasse, die vielfach verwildert lebt, und nur relativ wenige Domestikationszeichen trägt:

Urwald-dingo (3)

Diese Hunde sind auch nur ziemlich klein, bloß etwa 8-10 kg schwer. Sie sind auch etwas kleiner als die australischen Festlanddingos, die sich vermutlich aus ihnen entwickelt haben. Als Haushunde lassen sie sich trotz ihrer Zutraulichkeit nicht halten, doch halten sie sich häufig in der Nähe der Siedlungen der Ureinwohner auf, wo sie sich von verschiedensten Abfällen und Ratten ernähren. Manchmal helfen sie auch bei der Jagd. Interessant ist auch, dass sie nicht bellen, sondern „singt“ eher, weshalb er im Englischen auch „singing dog“ genannt wird.

Urwald-dingo (2)

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6 Kommentare zu Bilder des Tages: Urwalddingo

  1. Sven sagt:

    Du warst im Tierpark ohne mir bescheid zu sagen? Unmöglich 😀

    Aber wirklich ein interessantes Tier. Schade dass diese Art in Zoos ausstirbt.

  2. Cronos sagt:

    Ich bin ziemlich spontan mit ein paar Freunden in Berlin gewesen, und da ich bisher nur im Berliner Zoo war, ging es dieses Mal in den Tierpark. War allerdings auch eine sehr kurzfristige Entscheidung an welchem Tag ich dort hin bin, und Internet hatte ich ja auch nicht. Falls ich das nächste Mal in die Gegend komme, kann ich ja vorher Bescheid geben. Allerdings muss ich sagen,dass der Tierpark bei all den tollen Arten und der schönen Landschaftsgestaltung fast zu viel des Guten ist, nach sechs Stunden wollte ich nur noch die Hyänen sehen und raus! Der Park ist einfach so weitläufig und riesig, dass es echt anstrenged sein kann, wenn man möglichst alles sehen will, zumal wenn es so heiß ist wie an dem Tag als ich dort war. Leider sind auch die Wegweiser und Orientierungkarten relativ rar, so dass man sich leicht mal verläuft oder etwas nicht findet. Aber die enorm vielen exotischen und sonst kaum mal zu sehenden Tiere machen dass alle Mal wett, und hier werden demnächst auch viele Photos von meinem Berlinbesuch reinkommen, auch noch mal neue aus dem Humboldt-Museum.

  3. Sven sagt:

    Ich würde sagen, lass uns mal einen gemeinsamen Zoobesuch anpeilen 😉

  4. Cronos sagt:

    Muss mal schauen wann ich das nächste Mal in einen Zoo gehe, das nächste bei mir ist die Wilhelma, aber die kenne ich inzwischen schon fast auswendig. Eventuell komme ich in gut drei Wochen noch mal nach Hamburg, aber das ist noch nicht sicher.

  5. Heiko sagt:

    Ich weiß nichts genaues über die Besucherzahlen, aber mir scheint immer, dass der Zoo in Berlin mehr Zulauf hat als der Tiergarten. Meiner Meinung nach aber völlig zu unrecht, der Tiergarten ist wirklich mindestens genauso schön, für mich persönlich eigentlich noch schöner. Er wirkt einfach nicht ganz so kommerziell.

  6. Cronos sagt:

    Ich finde beide Zoos ausgesprochen schöne, wobei der Zoo im Gegensatz zum Tiergarten ja vor allem durch eine ungemeine Anzahl teilweise sehr exotischer Arten besticht, während beim Tiergarten besonders die teilweise sehr sehr weiträumigen und großen Gehege ins Auge fallen. Aber auch an wirklich exotischen und sehr selten zu sehenden Tieren wie Rothunden ist der Tiergarten keineswegs arm. Ich habe dort eine enorme Anzahl exotischer Tiere zu sehen, von denen ich kaum zu hoffen gewagt hätte, sie einmal leibhaftig zu sehen. Was ich nur beim Tierpark etwas störend empfand, war dass er eigentlich zu groß ist. Selbst für einen überenthusiastischer und nicht gerade unsportlichen Zoologie-Fan wie mich waren die teilweise sehr langen Wege zwischen den Gehegen und der gewaltige Artenreichtum beinahe schon zu viel, irgendwann tun einem nur noch die Füße weh, weil man noch irgendwo etwas noch nicht gesehen hat, und unbedingt noch anschauen will. An sich ist das ja ein Pluspunkt, wenn man einen Zoo an einem einzigen Tag fast nicht bewältigen kann, schade aber wenn man nur einen Tag zur Verfügung hat. Was ich ebenfalls etwas schade fand, waren die doch ziemlich spärlich angebrachten Überblickskarten und Wegweiser. Aber genug gemotzt, der Tag im Berliner Tiergarten war für mich wirklich klasse, und ich kann nur jedem empfehlen sich ihn auch mal anzusehen.

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