Bild des Tages: Riesenwaldschwein

Das Riesenwaldschwein (Hylochoerus meinertzhageni) wurde trotz seiner namensgebenden Größe und seiner relativ weiten Verbreitung sehr spät, nämlich erst im Jahre 1904 wissenschaftlich beschrieben. Die Art wird in drei geographisch getrennte Unterarten getrennt, die sich auch in ihrer Größe teilweise etwas unterscheiden. Je nach Geschlecht und geographischer Unterart können Riesenwaldschweine Längen von 130 bis 210 cm erreichen, und Gewichte von 130 bis 275 kg. Man darf nun natürlich nicht den Fehler begehen die oberen Angaben als normal anzusehen, sie sind es absolut nicht, sondern beziehen sich auf Ausnahmeexemplare. Leider habe ich keine Photos von wirklich großen Riesenwaldschweinen, sondern nur ein Photo eines eher kleinen Exemplares aus der Zoologischen Schausammlung Hamburg:

Die Riesenwaldschweine haben wie die bereits vorgestellten Bartschweine ebenfalls teilweise ein nur äußerst schütteres dünnes Fell (es handelt sich hierbei auch nicht um ein Arfefakt durch Verlust von Borsten beim Präparat):

Dieses schöne Photo das mein Freund Cameron McCormick im American Museum of Natural History in New York gemacht hat, zeigt den Schädel eines großen Riesenwaldschweinkeilers. Man sieht deutlich den Unterschied zu Wildschweinschädeln, bei denen üblicherweise die oberen Eckzähne relativ kurz und abgeschliffen sind. Dagegen sind sie bei den Keilern des Riesenwaldschweines ziemlich groß, dick, und stark gebogen, und auch nur an ihrer Vorderkante leicht abgeschliffen.

Ebenfalls auffällig sind die stark ausgeprägten Wangenknochen, welche bei lebenden Riesenwaldschweinenkeilern zusätzlich auch noch mit wulstigen bindegewebigen Polstern umgeben sind, die möglicherweise als Schutz bei innerartlichen Kämpfen dienen.

 

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