Bild des Tages: Der Belemnit in der Fensterbank

Manchmal findet man sogenannte Donnerkeile, das sind in der Regel etwa kleinfingerdicke leicht konische steinerne Stäbe, die in eine Spitze auslaufen. Es handelt sich dabei um das versteinerte Innenskelett von ausgestorbenen Kopffüßern, den Belemniten. Sie ähnelten schon recht stark den modernen Kalmaren, und hatten ebenfalls stomlinienförmige Körper ohne Außenskelett. Anhand einiger extrem gut erhaltener Fossilien kann man das Aussehen dieser Tiere recht gut rekonstruieren. Statt Saugnäpfen trugen sie kleine Chitinhaken an ihren acht Armen, die männlichen Tiere verfügten überdies noch über ein zusätzliches Paar Fangarme, an denen jeweils ein riesiger gebogener Chitinhaken saß, der möglicherweise eine Rolle bei der Paarung spielte. Normalerweise findet man Donnerkeile in Steinbrüchen, Baugruben oder anderen Orten an denen die Erde aufgebrochen wird. Manchmal findet man sie aber auch an ganz anderen Orten, etwa in Häusern als zufällige Dekoration einer Fensterbank:

Der Belemnit in der Fensterbank

Man kann gut den massiven hinteren Teil erkennen, sowie den vorderen in dem das Tier teilweise noch drin saß. Aber wie der Schulp bei modernen Kalmaren war die gesamte kalkige Innenschale von Weichgewebe umgeben.

Genaueres zum Aussehen und der Biologie der Belemnite soll in einem späteren Post folgen.

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3 Kommentare zu Bild des Tages: Der Belemnit in der Fensterbank

  1. Hallo Chronos,

    ein schönes Stück!
    Bin ebenfalls im Besitz eines solchen schönen Stückes. Habe mir aus einer Platte ein Stück (17 cm x 15 cm) mit dem Belemniten heraus schneiden lassen 🙂

    Gruß
    Hans-Jörg

  2. Cronos sagt:

    Ja, es ist immer wieder interessant was für schöne Fossilien man in solchen Platten finden kann.

  3. alex sagt:

    Ich habe auch so etwas in einem meiner Fensterbretter, werde es aber da lassen wo es ist … 😉

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