Bestiarium

Fantastisches aus Biologie, Paläontologie und Kryptozoologie

Archive for September, 2012

Bilder des Tages: Elenantilopen-Schädel

Sonntag, September 23rd, 2012

Wieder einmal ein paar Photos aus der Zoologischen Schausammlung Tübingen, dieses Mal zwei Schädel von Elenantilopen. Die Gattung der Elenantilopen beinhaltet zwei Arten, die Gewöhnliche Elenantilope (Taurotragus oryx) und die Riesen-Elenantilope (Taurotragus derbianus). Beide Arten unterscheiden sich trotz des Namens nur relativ unwesentilich in der Größe, allerdings haben Riesenelenantilopen deutlich größere Hörner wie man an diesem Schädel im Vergleich zum Schädel einer Gewöhnlichen Elenantilope auf den zwei unteren Photos sieht:

Irgendwann werde ich auch noch einen eigenen Artikel über Elenantilopen schreiben, etwa über die Domestikationsversuche die man bei dieser Art durchgeführt hat.

Im Hintergrund im Vergleich der Schädel der Riesenelenantilope im Hintergrund:

 

Bilder des Tages: Okapi-Schädel

Samstag, September 15th, 2012

Nachdem ich gestern ein paar Schädel eines der spektakulärsten Huftiere überhaupt gezeigt habe, kommen heute einige kleinere und weit weniger eindrucksvolle Schädel, nämlich von Okapis (Okapia johnstoni). Die Diversität moderner Giraffen ist ziemlich gering, neben den uns bekannten Giraffen (welche im übrigen tatsächlich mehrere voneinander getrennte Arten und nicht nur Unterarten sind), gibt es lediglich das Okapi. In früheren Zeiten beschränkte sich das Verbreitungsgebiet der Giraffen auch nicht nur auf den afrikanischen Kontinent, sondern auch auf große Teile Asiens und des südlichen Europas. Allerdings hatten diese Urgiraffen teilweise wenig Ähnlichkeit mit den uns heute vertrauten Giraffen und Okapis, und einige brauchten ein paar der bizarrsten Hornformationen hervor, die man überhaupt von Säugetieren kennt.

Hier sieht man zwei Ansichten eines Okapi-Schädels aus der Zoologischen Schausammlung in Heidelberg (die wirklich unheimlich empfehlenswert zum Anschauen ist):

Noch ein Bild schräg von vorne:

An diesem Abguss eines Okapi-Schädels aus dem Zoologischen Museum in Kopenhagen sieht man sehr gut wie grazil und beinahe schnabelartig die Kiefer von Okapis sind. Die unteren Schneidezähne sind extrem klein und die oberen wie bei vielen anderen Wiederkäuern auch völlig fehlend.

Im Gegensatz zu den völlig mit behaarter Haut überwachsenen Hörnern der Giraffen haben Okapis an den Spitzen zwei winzige verhornte Stellen, bei Weibchen dagegen können die Hörner weitaus kleiner ausgeprägt sein als bei den hier zu sehenden Schädeln.

Hier noch mal eine andere Ansicht des gleichen Schädel-Abguss:

Bilder des Tages: Schädel von Giraffenbullen

Freitag, September 14th, 2012

Es soll mal wieder eine kleine Themen-Reihe von Photos geben, welche sich dieses Mal um Huftiere dreht, genau genommen vor allem um ihre Schädel. Den Beginn macht der Schädel eines Giraffenbullen aus der Zoologischen Schausammlung in Hamburg.

Bei Giraffenbullen werden die Schädel mit zunehmendem Alter immer massiver, die Stirn wird immer höher und dicker, und auch die Kallus-artigen Knochenauswüchse um die fellüberwachsenen Hörner werden immer stärker strukturiert.

Auf diesem Photo eines Giraffenbullen-Schädel aus dem Archiv der Zoologischen Schausammlung in Tübingen zeigt recht schön wie unregelmäßig zerklüftet die Hörner und die Stirn ist.

Diese Strukturen entwickeln sich erst mit dem Alter, jüngere Bullen haben noch weitaus weniger eindrucksvolle Schädel wie man an diesem Abguss eines Giraffenbullen-Schädels aus dem Zoologischen Museum in Kopenhagen sehen kann:

Wie bei vielen anderen Tieren zeigt sich auch bei Giraffen ein eindrucksvoller Unterschied zwischen geschlechtsreifen Männchen und wirklich alten und ausgewachsenen Männchen, bei welchen sich Größe, Statur und Physiognomie teilweise sehr extrem entwickeln können. Außer dass ihre Schädel immer massiver und “knorriger” werden, wird auch das Fell von Giraffenbullen auch dunkler.