Bestiarium

Fantastisches aus Biologie, Paläontologie und Kryptozoologie

Archive for November, 2011

Bild des Tages: Australische Wasseragame

Sonntag, November 27th, 2011

Als heutiges Bild des Tages gibt es eine Australische Wasseragame (Physignathus lesueurii) aus dem Zoo in Odshered, Dänemark:

Bilder des Tages: Wildschweine

Samstag, November 5th, 2011

Das wird jetzt erst mal der letzte Beitrag über Schweine. Sicherlich werden irgendwann weitere folgen, wobei auch ein paar ausgestorbene Arten erwähnt werden sollen, aber jetzt möchte ich mich wieder auch einmal anderen Themen widmen.

Waren es bisher lauter exotische Arten, möchte ich hier noch zum Abschluss ein kleines bisschen über unser heimisches Wildschwein (Sus scrofa) schreiben. Zeitweise waren diese in weiten Teilen Mitteleuropas stellenweise völlig ausgerottet, doch in etwa seit dem Zweiten Weltkrieg haben sie wieder in vielen Gebieten Fuß gefasst, in denen sie lange Zeit beinahe oder sogar komplett verschwunden waren. Tatsächlich haben sie sich durch das beinahe völlige Fehlen natürlicher Feinde sowie die zusätzliche Nahrung in Form von Feldfrüchten in manchen Gegenden zu einer regelrechten Plage entwickelt, die erheblichen Schaden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen anrichten können. Nichtsdestotrotz ist es erfreulich, dass diese Tiere sich wieder so gut in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet ansiedeln konnten, denn unsere heimische Großtierfauna ist ohnehin ärmlich genug. Hier möchte ich ein paar Bilder zeigen, welche ich in Wildgehegen in der näheren Umgebung gemacht habe.

Wie man hier gut sieht ist das Fell besonders im Winter sehr dicht und auch relativ lang.

Im Unterschied dazu ist das Fell im Frühjahr nach dem Abstoßen des Winterfelles kaum ausgeprägter als bei den meisten Hausschweinen:

Im letzten Beitrag über die Babirusas habe ich ja schon kurz die scharfkantigen Schlifffacetten der Eckzähne von Wildschweinen erwähnt. Hier sieht man schön wie die unteren Eckzähne sich an den oberen abschleifen, was diese üblicherweise auch in ihrer maximalen Länge limitiert.

Nur wenn beispielsweise durch Zahnfehlstellungen, wie sie bei vielen Hausschweinen häufig vorkommen, die Eckzähne sich nicht aneinander abschleifen, wachsen sie deutlich länger. Wie man auf diesen Photos gut sehen kann, werden die Eckzähne äußerst scharfkantig, was sie auch zu sehr effektiven Waffen macht, sowohl gegen Feinde als auch für innerartliche Auseinandersetzungen.

Zuletzt noch ein Photo des Schädels eines großen Wildschweinebers, aufgenommen im Stuttgarter Rosenstein-Museum:

 

Bild des Tages: Babirusa

Freitag, November 4th, 2011

Es gibt unheimlich viel was man über Babirusas schreiben könnte, etwa darüber dass es nicht nur eine, sondern tatsächlich mehrere Arten gibt, die sich teilweise recht deutlich voneinander unterscheiden. Oder darüber dass eine dieser Arten erst in geschichtlicher Zeit ausgerottet wurde. Oder darüber dass sie einen ungewöhnlich komplexen Magen haben. Aber dafür habe ich leider momentan schlichtweg nicht die Zeit, daher gibt es nur ein paar Photos mit kurzer Erläuterung. Hier sieht man die Nahansicht eines präparierten Babirusa-Ebers aus dem Zoologischen Museum in Kopenhagen:

Hier noch ein lebendes Exemplar aus der Wilhelma in Stuttgart:

Auf dieser Schädelansicht sieht man sehr schön wie die Eckzähne nach oben wachsen. Tatsächlich ist der Unterschied zu den nach oben wachsenden Eckzähnen anderer Wildschweine gar nicht einmal so groß.  Aber anders als beispielsweise bei unseren heimischen Wildschweinen wetzen obere und untere Eckzähne nicht gegeneinander, so dass sieh sich auch nicht abnutzen. Aus diesem Grund haben sie auch einen eher ovalen Querschnitt, ohne die planen und scharfen Schlifffacetten von anderen Schweinehauern. Der Schädel ist übrigens in der Zoologischen Schausammlung in Heidelberg ausgestellt.