Bestiarium

Fantastisches aus Biologie, Paläontologie und Kryptozoologie

Archive for März, 2010

Die Herpetologie-Saison hat begonnen!

Mittwoch, März 24th, 2010

Nachdem dieser verdammte Winter mal wieder scheinbar überhaupt nicht mehr aufhören wollte, ist es jetzt wider Erwarten tatsächlich doch noch Frühling geworden. Das zeigt sich außer der Tatsache dass man jetzt auch wieder ohne Winterjacke vor die Türe gehen kann, auch darin dass eine ganze Reihe von Tieren wieder aus ihren Winterquartieren heraus gekommen sind, seien es winterschlafende Säuger, Insekten, Amphibien oder Reptilien. Vor ein paar Tagen machte  ich die erste herpetologisch Entdeckung dieses Jahres, als ich im Wald den ersten Grasfrosch sah. Am Montag entdeckte ich dann die ersten Molche im heimischen Gartenteich, von denen ich glücklicherweise auch ein paar Photos machen konnte. Die Population im Gartenteich ist nicht besonders groß, und besteht hauptsächlich aus Bergmolchen, allerdings tauchen eigentlich jedes Jahr auch wieder zwei Teichmolche auf. Hier sieht man einen weiblichen Bergmolch:

Auf diesem zweiten Photo kann man neben einem anderen Weibchen auch noch einen männlichen Bergmolch sehen:

Etwas später sah ich dann bei einem Spaziergang eine Reihe großer Laichklumpen in einem kleinen Teich, und ein paar Meter weiter an einem größerem Teich auch noch eine ganze Reihe von sich paarenden Erdkröten:

In jenem Teich konnte ich sogar für ein paar Augenblicke eine Schildkröte beobachten, welche zum Luftholen an die Wasseroberfläche kam. Leider war sie zuweit entfernt, und obendrein auch recht stark mit Algen bewachsen, so dass ich kaum sagen kann, um was für eine Art es sich handelt. Es ist allerdings sehr stark davon auszugehen, dass es sich um ein ehemaliges Haustier handelt. Leider setzen ja immer noch eine ganze Reihe von Leuten ihre Schildkröten einfach an irgendwelchen Teichen, Seen oder Weihern aus, wenn sie ihnen zu groß werden, oder schlichtweg kein Interesse mehr an ihnen besteht. Solche Schildkröten können aber erheblichen Schaden anrichten, vor allem an der heimischen Amphibienpopulation. Größere Exemplare vergreifen sich aber teilweise sogar in starken Maße an jungen Wasservögeln, und zwar nicht nur an den beinahe allgegenwärtigen Stockenten, sondern auch an vielen seltenen Arten.

Die Schildkröte sollte heute aber nicht das einzige Reptil bleiben, denn wenig später sah ich im Wald noch eine recht ansehnlich große Blindschleiche. Sie war noch relativ starr, vielleicht weil es im Wald eben doch noch nicht so warm ist, daher konnte ich mich auch bis auf allernächste Nähe nähern, um ein paar Photos zu machen (wer sich noch an den Artikel über die Maximalgrößen von Krokodilen erinnert, wird vielleicht bemerken dass ich inzwischen ein neues Handy habe):

Hier noch mal eine Nahaufnahme:

Es ist schon immer wieder erstaunlich wie viel man selbst in unserer an sich nicht gerade spektakulären mitteleuropäischen Natur so alles entdecken kann, wenn man nur mit offenen Augen herumläuft. Ich bin mal gespannt wann die ersen Eidechsen und vielleicht sogar Ringelnattern zu sehen sind.

Gestern war ich dann noch mal einen anderen Weg spazieren, unter anderem um zu schauen, ob es schon wieder die ersten Feuersalamanderlarven gibt. Es waren tatsächlich wieder ein paar in einem kleinen Quellbecken. Leider werden immer wieder viele von ihnen herausgeschwemmt weil Leute aus dem winzigen Becken Wasser schöpfen oder Eimer und Gießkannen reinstellen. Manchmal landen sie dann auf dem Gitter des darunter liegenden Abflusses, wo sie in der Regel aber auch elendig zugrunde gehen, wenn nicht zufällig jemand (keine Ahnung ob das außer mir noch irgend jemand anders macht…) den Gullydeckel abnimmt, und sie wieder ins Becken tut. Unter dem Abflussgitter habe ich schon mal neben einem erwachsenen Feuersalamanderweibchen und einer Erdkröte mehrere Grasfrösche gefunden, darum schaute ich auch dieses mal wieder unter das Gitter. Irgendwie schaffen es diese Amphibien trotz ihrer Größe immer wieder sich durch den wirklich engen Spalt unter dem Gitter zu quetschen, dann landen sie im Auffangkorb darunter und kommen nicht mehr raus. Frösche können das wenn wie dieses Mal der Korb relativ hoch mit Wasser gefüllt ist, noch aushalten, aber gerade Salamander ertrinken da früher oder später.

Auch dieses Mal saßen wieder Grasfrösche drin, insgesamt vier Stück:

Der Frosch rechts im Bild schaffte es von alleine rauszuspringen nachdem das Gitter weg war, die anderen mußte ich mitsamt dem Korb rausholen. Das erwies sich als gar nicht so einfach, da dieser durch mineralische Ablagerungen regelrecht mit dem Rand verbacken war, und erst mit Hilfe eines Steines freigehauen werden mußte. Von einem dachte ich bereits dass er tot sei, da er mit dem Bauch nach oben und mit allen Beinen von sich gestreckt, im Wasser lag. Hier mal eine Nahaufnahme von einem der Frösche:

Als ich dann die Frösche in einiger Entfernung vorsichtig aus dem Eimer kippte, stellte sich heraus, dass der vermeintlich tote Frosch tatsächlich noch lebte. Er war allerdings in einer denkbar ungünstigen Lage. Es handelte sich um ein hochträchtiges Weibchen, dessen Leib vom Laich regelrecht aufgequollen war. Ein extrem penetrantes Männchen hatte sich an ihm festgeklammert, allerdings nicht auf dem Rücken wie es eigentlich sein sollte, sondern auf dem Bauch. Daher ist das Weibchen schon wer weiß wie lange auf dem Rücken liegend unter Wasser gedrückt worden, und war völlig entkräftet. An einigen Stellen des Rückens war ihre oberste Hautschicht schon völlig weggescheuert, so dass man teilweise durch die durchsichten Schichten darunter den Laich durchschimmern sehen konnte. Alle Versuche das Männchen von dem Weibchen loszukriegen, scheiterten leider, und es ist leider davon auszugehen, dass es inzwischen daran zugrunde gegangen ist.

Männliche Frösche und teilweise auch Kröten können zuweilen extrem penetrant sein, und klammern sich gelegentlich nicht nur an bereits tote Weibchen, sondern teilweise sogar an andere Amphibien, manchmal sogar an Fische, was dann durch den dadurch verursachten Stress und auch durch den großen Druck (Frösche haben wirklich verdammt starke Gliedmaßen), etwa bei Fischen auf die Kiemendeckel, zum Tod führen kann.

Wie man eine Lebendrekonstruktion von Megaladapis macht: Über die Hintergründe des Covers von “Die Insel des Grauens”

Mittwoch, März 17th, 2010

Ich dachte vielleicht würde es den einen oder anderen interessieren, was sich eigentlich genau hinter dem Cover von “Die Insel des Grauens” verbirgt. Wie in den Kommentaren zum letzten Post bereits verraten, handelt es sich um eine Rekonstruktion des Riesenlemuren Megaladapis, welche ich extra für das Titelbild angefertigt habe. Vielleicht zunächst einmal ein bisschen über Megaladapis selbst, was genau war das für ein Tier? Wenn man es genau nimmt, handelte es sich gar nicht um eine einzelne Art, sondern um eine ganze Gattung mit bisher drei bekannten Arten, nämlich Megaladapis edwardsiMegaladapis grandidieri und  Megaladapis madagascariensis. Sie unterschieden sich vor allem in der Größe, wobei der auch auf dem Titelbild abgebildete Megalapis edwardsi die größte Art war, und etwa so groß wie ein sehr großer Schimpanse war. Die Megaladapidae waren nicht nur aufgrund ihrer im Vergleich zu den lebenden Lemurenarten enormen Größen bemerkenswert, sondern auch aufgrund einer Reihe anatomischer Besonderheiten, vor allem im Bereich des Schädels. Dieser war, zunächst einmal, wahrlich riesig. Die größten Megaladapis-Schädel die man kennt, sind größer als jene von Gorillas, und entsprechen in ihrer Größe und den Proportionen eher einem mittelgroßen Eselschädel, wobei dazu gesagt werden muss, dass bei Megaladapis der Kopf im Verhältnis zum übrigen Körper ausgesprochen groß war. In seiner Form, aber teilweise auch in bestimmten Merkmalen der Bezahnung, ähnelte der Schädel tatsächlich eher einem wiederkäuendem Huftier wie etwa einem Rind oder einer Ziege. Ich möchte jetzt gar nicht sehr viel weiter in die anatomischen und biologischen Hintergründe eingehen, sondern vor allem einmal zeigen, wie ich das Modell gemacht habe.

Es gibt nicht allzu viele Rekonstruktionen von Megaladapis, und ich muss gestehen, dass mir die meisten nicht sonderlich gut gefallen, vor allem die bei diesen Tieren wirklich ungewöhnliche Nasenregion, wird vielfach einfach “unterschlagen”. Darum wollte ich nicht einfach den Kopf als solchen modellieren, sondern erst einmal den Schädel, um von diesem ausgehend, den eigentlichen Kopf zu rekonstruieren. Dafür habe ich eine Minuaturversion des Schädels samt Unterkiefers hergestellt. Natürlich habe ich mich hierbei nicht in allen Einzelheiten an das Original gehalten, das wäre nur mit einem extremen Zeitaufwand möglich gewesen, abgesehen davon, war ja ohnehin klar, dass er übermodelliert werden würde. Wichtig war vor allem, dass die Proportionen und die Form des Schädels stimmten, vor allem an jenen Bereichen, an denen viel Weichgewebe aufmodelliert werden musste. Ich habe mich dabei möglichst genau an verschiedenen Originalschädeln orientiert, damit die Form möglichst naturgetreu wird. Zur Stabilisierung des Schädels habe ich ein feines Metallgeflecht genommen, das sich für solche Sachen prima eignet, da man es sehr leicht verformen kann, und des trotzdem sehr stabil bleibt, denn Fimo allein hätte da nicht genug Halt.

Der Schädel stimmt nicht 100%, beispielsweise sieht das Kiefergelenk und der Jochbeinbereich in Wirklichkeit anders aus, außerdem habe ich peinlcherweise im Eifer des Gefechtes nur zwei statt drei Prämolaren pro Kieferquadrant modelliert, weil ich mich unglücklicherweise bei der Bezahnung an einem Schädel orientiert habe, bei dem man das schlecht gesehen hat…Mit viel Aufwand habe ich die Prämolaren dann wieder teilweise abradiert, und aus zwei Prämolaren jeweils drei gemacht. Als nächstes habe ich dann verschiedene Möglichkeiten durchprobiert, wie weit das Maul beim fertigen Modell geöffnet sein sollte, und habe die gewünschte Endposition dann mit Fimo fixiert, und gehärtet, außerdem war zu diesem Zeitpunkt auch schon der Gaumen und die Zunge ausgearbeitet. Zudem habe ich aus etwas Metallgitter eine Unterkonstruktion für den Hals gemacht, vor allem um das Modell besser halten zu können. Danach habe ich mal provisorisch etwas Masse auf dem Schädel aufgebaut:

Besonders wichtig waren dabei die beiden großen Kaumuskeln, der an Schläfe und Scheitel ansetzende Musculus temporalis und der an der Außenseite des Unterkiefers ansitzende Musculus masseter. Diese Muskeln waren bei Megaladapis sehr gut ausgeprägt, und hatten einen entscheidenden Anteil an der Form des Kopfes. Bei uns sind diese Muskeln, vor allem der M. temporalis, relativ klein, und tragen nur einen vergleichweise kleinen Teil zur äußeren Form von Kopf und Gesicht bei. Man sieht auch, dass ich das Jochbein, welches beim Modellschädel noch zu klein war, noch etwas weiter ausgearbeitet habe. Den Hals habe ich mal ganz bewußt nur relativ grob vormodelliert, da dieser bei Lemuren ohnehin üblicherweise von voluminösem Fell bedeckt ist, das beinahe jegliche anatomischen Einzelheiten der darunter liegenden Muskulatur verdeckt. Wie man sieht sind auch die vorgehärteten Augen bereits eingesetzt, und die darum liegenden Muskulatur (wie der Musculus orbicularis oculi) angedeutet.

Danach habe ich den teilweise mit Muskulatur aufgebauten, und teilweise noch nackten Schädel weiter mit einer dünnen Schicht aufgebaut, wobei mir die mit zahlreichen schrittweisen Rekonstruktionen ausgestatteten Illustrationen von Mauricio Anton in verschiedenen Büchern von Alan Turner sehr hilfreich waren (einige habe ich bereits auch auf dem Blog rezensiert). Die Gesichtsmuskulatur ist zum Glück be Lemuren nicht übermäßig ausgebildet, weshalb es hier nur sehr bedingt nötig war, den genauen Verlauf nachzubilden. Wichtig waren hierbei primär die Lippen, welche auch teilweise die Zähne verdecken. Selbst die ziemlich eindrucksvollen oberen Schneidezähne wirken nun deutlich kürzer. Besonders schwierig war die Nasenregion, denn diese war bei Megaladapis anders als bei jedem anderen Lemuren, was eine Rekonstruktion mangels Vergleichsmöglichkeiten deutlich erschwert. Das Nasenbein ist extrem nach vorne verlagert, so dass auch der knorpelige Anteil der Nase teilweise nach unten gekippt gewesen sein muss. Möglicherweise hat Megaladapis mit seiner Nase auch Blätter ins Maul gezogen, ähnlich wie Spitzmaulnashörner. Ich habe mich primär mal entschieden, eine moderat konservative Rekonstruktion zu machen, und habe die Nase nicht als großen, mit der Oberlippe verschmolzenen Zipfel modelliert, sondern nur leicht überhängend. Der ganze Schädel war nun jeweils der Lage entsprechend mit einer Schicht Fimo überzogen, und rein provisorisch zum besseren Abschätzen ein Ohr angefügt. Damit hätte man nun ungefähr das Bild, eines völlig haarlosen Megaladapis.

Da aber gerade Lemuren oftmals ein relativ langes und voluminöses Fell besitzen, musste teilweise noch erheblich zusätzliche Masse aufgebaut werden. Die typische “flauschige” Struktur von Lemurenfell läßt sich fast nicht als Modell umsetzen. Ich habe mich darum um einen Kompromiss bemüht, und an den Stellen an denen das Fell lang und voluminös sein sollte, also vor allem am Hals, eine neue Technik versucht, um die besondere Fellstruktur wiederzugeben. Außerdem wollte ich noch eine leichte Hals-oder Backenkrause anmodellieren, wie man sie auch bei vielen der lebenden Lemuren findet, welche wieder eine andere Haarstruktur hat, während die Haut am restlichen Teil des Kopfes nur von einem sehr dünnen und feinen Fell bedeckt sein sollte.

Die Kotletten waren zu diesem Zeitpunkt wie die Ohren nur provisorisch angefügt. Ich mache so etwas häufig, um das Endergebnis besser abschätzen zu können, auch wenn klar ist, dass die Details erst zu einem viel späteren Zeitpunkt ausgearbeitet werden können. Ich war mit den Kotletten in dieser Form auch nicht so ganz zufrieden, darum habe ich sie einfach umgedreht, mit dem voluminöseren Anteil nach oben:

Der bisher noch ziemlich formlose Hals wurde jetzt auch weiter ausgearbeitet, und eine Schulterpartie leicht angedeutet. Zudem habe ich am Hals dicke Falten anmodelliert, welche als Grundform für das voluminöse Fell dienen sollten. Das Modell war selbst zu diesem Zeitpunkt schon extrem viel Arbeit, doch das Fell ist wirklich eine Katastrophe gewesen. Obwohl das Modell ja nun wirklich nicht besonders groß ist, der Zeitaufwand allein für die paar Quadradzentimeter das Fell zu modellieren war enorm. Ich habe die Zeit die ich für dieses Modell gebraucht habe nicht gezählt, aber es war zweifellos das bisher aufwändigste das ich gemacht habe. Um das Fell herauszuarbeiten, bin ich wirklich tagelang an praktisch nichts anderem gewesen, als winzige Härchen zu modellieren. Wenn man einmal ansieht wie viel, bzw wie wenig Platz eine Fläche von 10 x 10 Härchen einnimmt, kann man sich ja ungefähr denken dass es schon einige tausend geworden sind. Allerdings finde ich auch dass sich der Aufwand gelohnt hat. Hier sieht man einen weiteren Zwischenschritt, die linke Seite ist schon größtenteils fertigmodelliert, das Ohr ist aber nach wie vor nur provisorisch, außerdem sind die Augenlieder und die Nasenpartie noch weiter ausgearbeitet.

 

Wenn man tagelang nichts weiter gemacht hat, als Fell zu modellieren (und das ist wirklich ziemlich schnell langweilig), kann es einen schon fast wahnsinnig machen, wenn man dann sieht dass man auf der anderen Seite grade noch mal das gleiche machen darf…

Einzelne Details wie etwa der Übergang der Nasenpartie zum Gaumen waren auch mangels Vergleiche nur schwer zu modellieren. Megaladapis hatte wie viele Huftiere keine oberen Schneidezähne, sondern einen harten hornigen Gaumen. Diese spezielle Partie zu modellieren, war daher auch etwas spekulativ. Glücklicherweise hat mich mein guter Bekannter Carl Buell, der schon seit mehreren Jahrzehnten hauptberuflich augestorbene Tiere illustriert (ich bin sicher beinahe jeder der das hier liest hat schon Bilder von ihm gesehen), und ein enormes Wissen über Tieranatomie besitzt, bei einzelnen Punkten beraten können.

Ich habe dann den Kopf zu ca. 95% fertig gestellt und gehärtet, nur die Ohren haben noch gefehlt. Diese habe ich dann extra modelliert, was ebenfalls ein nicht ganz unerheblicher Aufwand gewesen ist. Herausgekommen ist dann das:

Ich war selbst etwas überrascht wie es dann im Endeffekt herausgekommen ist, denn es ist einfach etwas anderes ein Tier dreidimensional vom Schädel aus zu rekonstruieren, anstatt nur auf Papier. Hätte ich einfach nur den Kopf frei anhand zeichnerischer Rekonstruktionen modelliert, wäre er wahrscheinlich auch nicht so herausgekommen. Auf dieser Ansicht von oben kann man noch mal sehr gut sehen, inwiefern die Form des Kopfes der markanten Schädelform von Megaladapis entspricht:

Das fertige Modell habe ich dann noch koloriert und photographiert, damit es für das Cover des Buches weiterbearbeitet werden konnte. Es gibt gewisse Hinweise darauf, dass Megaladapis ein relativ wolliges helles Fell mit einigen dunklen Partien hatte, weshalb ich mich bei der Bemalung auch an dieser Vorlage orientiert habe. Durch das Photographieren, und dadurch dass das Cover ja eine nächtliche Szenerie zeigt, wirkt das Modell aber im Endeffekt deutlich dunkler. Da mir von vorneherein klar war, dass ich das Auge auf dem Modell niemals wirklich realistisch bemalen könnte, ist an dieser Stelle einfach digital das Auge eines echten Lemuren (Danke an Sven für das tolle Photo!) eingefügt worden.

Wer nun etwas mehr über Megaladapis erfahren möchte, etwa weitere Hintergründe über sein Aussehen und seine Biologie, oder welche Wesen der madagasischen Mythologie und Folklore höchstwahrscheinlich auf ihn zurückgehen, der kann das in “Die Insel des Grauens” nachlesen. An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an alle die sich das Buch bisher gekauft haben.