Bestiarium

Fantastisches aus Biologie, Paläontologie und Kryptozoologie

Archive for Juli, 2007

Bild des Tages: Seriema

Montag, Juli 30th, 2007

Diesen Seriema habe ich wie so vieles andere im Schönbrunner Zoo aufgenommen. Das dort lebende Paar kann sich praktisch frei bewegen, und hat ein Nest auf einem am Rande einer Außenanlage gelegenen Baumes, wohin auch die im Schnabel getragenen Äste gebracht wurden.

Seriema

 Die Seriemas (Cariamidae) sehen an sich nicht übermäßig spektakulär aus. Diese vorwiegend am Boden nach Kleintieren wie größeren Insekten und Reptilien jagenden Vögel, haben eine ähnliche ökologische Nische wie die afrikanischen Sekretäre, bleiben mit etwa 90cm Höhe aber kleiner als diese. Diese Vögel sind die nächsten lebenden Verwandten der berühmt-berüchtigten Terrorvögel oder Phorusrhaciden. Die größten Arten dieser flugunfähigen Fleischfresser erreichten Höhen von 3m, und Gewichte von etwa 400 kg.

Bild des Tages: Höhlenbären-Skelett

Mittwoch, Juli 25th, 2007

Ein schönes Skelett eines Höhlenbären (Ursus spelaeus) in der Sammlung der Paläontologischen Instituts Tübingen:

Höhlenbären-Skelett

Gut zu sehen ist der im Vergleich zum Körper enorm große und kräftige Kopf, sowie der kompakte Körperbau.

Bild des Tages: Altägyptische Nilhecht-Bronzeplastik

Dienstag, Juli 24th, 2007

In letzter Zeit bin ich leider nicht dazu gekommen, ein neues Bild des Tages oder gar einen Artikel zu posten, da ich momentan ziemlich im Stress bin. Das wird auch noch eine ganze Weile anhalten, und in nächster Zeit werde ich den Blog leider nicht mehr täglich aktualisieren können. Trotzdem wollte ich mal wieder etwas neues posten, und habe mich dann für ein Bild entschieden, das ich vor einiger Zeit in der Ägypten-Sammlung des Museum Schloss Hohentübingen gemacht habe. Es handelt sich dabei um eine etwa 15cm große Bronzeplastik die einen Nilhecht (Gnathonemus petersi) zeigt. Dass so ein skuriler Fisch überhaupt in Bronze verewigt wurde, ist ja an sich schon interessant, aber dass er mit einer Art hutartigen Krone ausgestattet wurde, macht das ganze noch bizarrer:

Nilhecht-Bronzeplastik

Bild des Tages: Mein Tatzelwurm-Photo

Freitag, Juli 20th, 2007

Vor einiger Zeit gab es auf Kryptozoologie-Online einmal einen Wettbewerb, ein möglichst realistisches Fake-Bild eines Kryptiden  zu machen. Ziel davon war vor allem zu sehen, wie schwer oder einfach das ist, und an was man einen Fake erkennen kann. Ich hatte mich dann dazu entschlossen zwei Tatzelwurm-Modelle zu machen, da ich von Photoshop und digitaler Bildbearbeitung praktisch keine Ahnung habe. Außerdem bot sich der Tatzelwurm an, da man ein kleines Modell machen konnte, ohne dass dies sofort zu völlig falschen Größenverhältnissen kam, und dieser Kryptide vergleichsweise einfach zu modellieren ist. Ich habe mich dann stundenlang durch Bücher über Reptilien und das Internet gearbeitet, um geeignete Vorlagen-Bilder von Skinken zu bekommen, da ich vor allem am Kopf eine anatomisch möglichst korrekte Schuppen-Anordnung erreichen wollte. Dann habe ich aus Fimo den Kopf modelliert, und weil der so viel Arbeit gemacht hat, und auch gut genug aussah um noch andere Projekte damit machen zu können, machte ich einen Latexabguss um Zweitköpfe aus Gips gießen zu können. Einen dieser Gipsköpfe habe ich dann an einen Fimokörper anmodelliert, mit einem Netz ein leichtes Schuppenmuster auf diesen gemacht, und dann die Arme mit den vorgehärteten Krallen und Finger angefügt. Bilder vom Entstehungsprozess kann man auch hier sehen:

http://www.kryptozoologie-online.de/component/option,com_zoom/Itemid,159/catid,5/PageNo,2/offset,0/

http://www.kryptozoologie-online.de/component/option,com_zoom/Itemid,159/catid,5/

Das ganze habe ich dann im Backofen gehärtet und (nicht gerade übermäßig professionell…) mit Wasserfarben angemalt. Darüber kam noch eine Lackschicht und kurz darauf ging es zum Photoshooting:

Tatzelwurm

Ich habe bei dieser Version dann noch das Bild entfärbt, damit es aussieht wie ein altes Schwarzweiß-Photo. Zugegebenerweise sieht das mit einem möglichst realistisch gestaltete Photo ziemlich echt aus, und hätte man noch etwas mehr mit der Auflösung und dem Kontrast herumgespielt, könnte man womöglich wirklich nicht sagen, ob nicht vielleicht doch vor Jahrzehnten einmal ein Wanderer in den Alpen einen Tatzelwurm photographiert hat. Mit einer Bilderserie dieses und noch eines anderen Modells habe ich es dann sogar zweimal mit gleicher Wertung auf den ersten Platz des Wettbewerbes geschaft.

Fleischfressende Monster 1: Ursus maritimus tyrannus

Donnerstag, Juli 19th, 2007

Ich hatte mir schon länger einmal überlegt, dass ich etwas über einige der größten bekannten Fleischfresser schreiben wollte, besonders über einige wenig bekannte fleischfressende Säugetiere. Wenn man nach den größten jemals lebenden Fleischfressern sucht, dann findet man meistens nur den recht bekannten Andrewsarchus sowie die weitaus weniger bekannten Arten Megistotherium und manchmal auch Sarkastodon. Zugegebenerweise hatten übergroße Raubtiere schon immer eine ganz besondere Anziehung auf mich ausgewirkt, vielleicht auch deshalb, weil es heute nur noch vergleichsweise wenige wirklich große Raubtiere gibt, und kaum eine dieser Arten bringt auch wirklich ab und zu Exemplare hervor, die man als gigantisch bezeichnen könnte. Unter den heute lebenden Raubtieren sind die großen Unterarten der Braunbären und die Eisbären zweifellos am eindrucksvollsten. Große männliche Eisbären, oder auch Braunbären von Kodiak oder Kamtschatka können Gewichte von mehr als einer halben Tonne erreichen, in Ausnahmefällen sogar bis zu einer dreiviertel Tonne. Dass es einst aber noch viel größere Bären gegeben hat, ist allerdings kaum bekannt. Zwar liest man manchmal veraltete Angaben, nach denen Höhlenbären bis zu einer Tonne gewogen haben sollen, aber dies ist mit größter Wahrscheinlichkeit übertrieben, und die großen Unterarten dieser Tiere (von denen es auch Zwergformen gab) erreichten wohl eher “nur” das Gewicht großer Grizzly-oder Kodiakbären.

Es gab allerdings einmal einen Bären, der durchaus Gewichte von einer Tonne erreicht haben dürfte. Die Rede ist hier nicht von dem berühmt-berüchtigten nordamerikanischen Kurzschnauzenbären Arctodus simus, für den oft ein Maximalgewicht von einer Tonne für die größten Exemplare angegeben wird. Bei dieser Angabe handelt es sich aber sehr wahrscheinlich um eine recht massive Überschätzung, aber auf die Hintergründe dieses Thema möchte ich jetzt nicht näher eingehen und erst in einem späteren Artikel darstellen. Die heutigen Eisbären sind entwicklungsgeschichtlich betrachtet eine sehr junge Art, deren Vorfahren sich erst vor einem Zeitraum von 100.000-250.000 Jahren von den Braunbären abgespalten haben. Die nahe Verwandtschaft der beiden Arten äußerst sich auch darin, dass selbst Hybriden aus Braun-und Eisbären noch uneingeschränkt fruchtbar sind. Wahrscheinlich wurde einst eine Population von Braunbären durch Gletscher oder auch verdriftendes Eis von ihren Artangehörigen isoliert, woraufhin sie sich im Laufe der darauf folgenden Generationen den herrschenden Lebensbedingungen anpaßten. Vermutlich herrschten sehr starke Selektionsbedingungen unter diesen Tieren, so dass sich die zahlreichen anatomischen Unterschiede zwischen Braun-und Eisbären innerhalb einer sehr kurzen Zeit entwickeln konnten. Aus der Entwicklungsgeschichte des Eisbären kennt man mehrere Zwischenformen, die zeigen dass wie sich diese Tiere immer mehr an eine ausschließlich carnivore Lebensweise anpaßten, etwa indem die die Zähne der allesfressenden Braunbären immer mehr modiziert wurden, und mehr scharfe Kanten bekamen. Selbst noch vor 10.000 Jahren ähnelten die Zähne der Eisbären noch recht stark den ihrer Vorfahren, und erst vor entwicklungsgeschichtlich sehr kurzer Zeit traten die für heutige Braunbären typischen Backenzahnformen auf, obwohl andere Entwicklungen wie etwa die Verlängerung des Schädels schon früher aufgetraten waren. Eine Ahnenform in der Entwicklung des heutigen Eisbären Ursus maritimus war Ursus maritimus tyrannus (manchmal auch U.m. tyrannicus geschrieben, aber “tyrannus” scheint die richtige Schreibweise zu sein), ein riesiges Raubtier, dessen Überreste 1964 in der Nähe von London gefunden wurden. Ursus maritimus tyrannus hatte eine Schulterhöhe von etwa 1,8m und dürfte ein Gewicht von etwa einer knappen Tonne gehabt haben. Auf diesem, freundlicherweise von Daniel Reed zur Verfügung gestellten Vergleichs-Bild kann man recht gut die gewaltige Größe dieses Tieres erkennen:

Ursus maritimus tyrannicus

Hier ist U.a. tyrannus neben einem sehr großen heutigen Eisbären abgebildet. Diese Tiere ähnelten in Bezug auf Proportionen und Gebiss noch recht stark ihren Braunbären-Vorfahren, und es ist interessant dass ihre Nachfahren wieder an Größe abnahmen. Ich könnte mir vorstellen dass die exzessive Größenzunahme dieser Tiere damit zusammen hängen könnte, dass sie im Gegensatz zu den meisten anderen Tieren von der zu ihren Lebzeiten herrschenden klimatischen Bedingungen profitieren konnten, und in der Lage waren bei einer nach Süden fortschreitenden Vereisung ihr Verbreitungsgebiet sogar noch auszuweiten. Ein größeres Verbreitungsgebiet und eventuell noch zusätzlich vorhandene große Herden an die Kälte angepaßter Herbivoren wie Moschusochsen könnte die Entwicklung immer größerer Bären begünstig haben. Wie genau diese Tiere ausgesehen haben, ist schwer zu sagen, aber es wäre durchaus möglich, dass sie schon ein weißes Fell gehabt haben. Vielleicht sahen sie abgesehen von der Größe modernen Hybriden aus Eis-und Braunbären ähnlich, wie etwa dieser erst unlängst in der freien Natur geschossene Mischling: http://media.canada.com/30ae1b32-b333-4793-9d10-b41b1065548d/polar_grizz.jpg?size=l

Bild des Tages: Edestus-Zahn

Mittwoch, Juli 18th, 2007

Diese Zahnreihe gehörte einst einem der seltsamsten Haie, die es jemals gegeben hat, Edestus giganteus.

 Edestus-Zähne

Diese Tiere erreichten in etwa die Größe eines Weißen Hais, und müssen während ihrer Lebzeiten zu den größten Raubtieren der Welt gehört haben. Die Zähne und Kiefer von Edestus waren vollkommen einzigartig. Sie besaßen sowohl im Ober-als auch im Unterkiefer nur eine einzige Reihe Zähen, die fest auf einer knochigen Gaumenplatte verwachsen waren, so dass das Maul wie eine Art zackige Heckenschere ausgesehen haben muss.  Wie sie genau aussahen, und was sie fraßen, ist bei dieser wenig bekannten Art aber unbekannt. Das (leider nicht besonders gute) Bild habe ich übrigens wie so vieles in der Sammlung des Naturhistorischen Museums in Wien gemacht.

Bild des Tages: Megantereon cultridens

Dienstag, Juli 17th, 2007

Das letzte Bild des Tages zeigte ja eine sehr gelungene Dinosaurier-Rekonstruktion aus dem Naturhistorischen Museum in Wien. Heute gibt es Bilder eines sehr akurat rekonstruierten Modell eines ausgestorbenen Säugetieres, der Säbelzahnkatze Megantereon cultridens, welches ebenfalls in Wien zu bewundern ist. Diese Tiere waren einst weit verbreitet, sowohl in Europa und Afrika, als auch in Asien und Nordamerika. Dieses Modell war in etwa so groß wie ein kleinerer Jaguar, und wurde unter Verwendung eines echten Fells eines jungen Löwen angefertigt, so dass man wirklich beinahe meint, ein echtes ausgestopftes Tier vor sich zu haben.

Megantereon cultridens

 

Diese kleine Säbelzahnkatze trohnt übrigens direkt über dem kleinen Café im ersten Stock des Museums, gleich neben dem Museums-Shop, so dass man sie auch sehr gut aus der Nähe betrachten kann. Hier noch eine zweite Ansicht von der Seite:

Megantereon cultridens2

Bild des Tages: Gefiederter Deinonychus

Montag, Juli 16th, 2007

Seit bekannt ist, dass verschiedene Theropoden Federn besaßen, hat sich das Bild vieler Dinosaurier ziemlich geändert. Inzwischen findet man in vielen neuen Büchern Bilder von gefiederten Raubsauriern, und teilweise auch Photos von lebensgroßen Rekonstruktionen. Ein ganz besonders schönes Beispiel für das Modell eines gefiederten Theropoden, ist dieser Deinonychus aus dem Naturhistorischen Museum in Wien:

Deinonychus mit Federn

Bei den Federn für den Körper wurden allem Anschein nach Hühnerfedern verwendet, bei den Armen wohl eher jene von Straußen oder auch Emus. Den Künstlern welche diese Figur erschaffen haben, ist es auch gelungen ein äußerst lebensechtes und lebendig wirkendes Modell zu schaffen, das nicht wie viele andere seiner Sorte irgendwie kitschig wirkt. Was auch gut zu sehen ist, sind die gewaltigen Haken-förmigen Krallen, welche diese Raubtiere an den Händen hatten.

Bild des Tages: Indricotherium

Sonntag, Juli 15th, 2007

Ein weiteres Bild von der “Erben der Dinos”-Austellung in Reutlingen, das riesige Modell eines Indricotheriums. Diese Tiere kennt man aus der Zeit von vor etwa 37-32 Millionen Jahren aus Nordasien. Der Name dieses früher auch manchmal Baluchitheriums genannten Tieres stammt von einem mythischen Wesen namens Indrik aus der russischen Mythologie, das auf einem Berg wohnen, und der König aller Tiere sein soll. Diese Bezeichnung kommt auch nicht von ungefähr, denn das Indricotherium war mit das größte Landsäugetier überhaupt. Trotz seines Aussehens dass eher an eine Mischung aus Pferd, Giraffe und Tapir erinnert, handelte es sich tatsächlich um eine Art riesenhaftes hornloses Nashorn. Ursprünglich ging man von einer eher nashornähnlichen Gestalt aus, und daher zeigen alte Darstellungen das Indricotherium weitaus massiger als moderne Rekonstruktionen, und auch das ursprünglich angenommene Gewicht von etwa 30 Tonnen hat sich inzwischen auf realistischere 15 Tonnen reduziert, was auch nicht viel mehr als das der größten jemals lebenden Elefantenartigen wie etwa Mammuthus columbi ist. In puncto Höhe überrage dieses Tier jedes andere bekannte Säugetier bei weitem, und schon alleine die Schulterhöhe konnte über 5m betragen. Auf diesem Bild kann man die Höhe ganz gut erahnen:

Indricotherium 1

Hier noch mal ein Bild von der Seite, ich habe aber leider nicht das ganze Modell auf das Photo bekommen:

Indricotherium 2

Allerdings muss gesagt werden, dass das Indricotherium auch in Lebensgröße gar nicht einmal so groß und beeindruckend aussieht, wahrscheinlich weil es nicht besonders massig ist.

Bild des Tages: Dinogorgon-Schädel

Samstag, Juli 14th, 2007

Säbelzähne werden in der Regel nur mit den verschiedenen Formen ausgestorbener Säbelzahnkatzen in Zusammenhang gebracht, bestenfalls vielleicht noch mit dem säbelzähnigen Beutelsäuger Thylacosmilus, der einst in Südamerika lebte. Tatsächlich haben sich stark vergrößerte “Säbelzähne” (ich mag den Begriff nicht besonders, da er eine falsche Verwendung der Zähne suggeriert) während der Erdgeschichte auch bei verschiedenen anderen Raubtieren entwickelt, etwa in etwas schwächerer Form bei einigen Hyaenodonten. Die ersten wirklichen Säbelzähne-tragenden Beutegreifer lebten allerdings schon weitaus früher, nämlich schon im Perm, also vor rund 250-300 Millionen Jahren. Bei diesen Tieren handelte es sich um sogenannte Gorgonopsiden, welche früher zu den sogenannten Säugetier-ähnlichen Reptilien gestellt wurden. Inzwischen wird dieser Begriff in der Regel nicht mehr verwendet, da er etwas irreführend ist. Tatsächlich standen die Gorgonopsiden den Säugern schon näher als den Reptilien, auch wenn sie wohl nicht zu deren direkten Vorfahren gehörten. Diese Tiere reichten in der Größe zwischen kleinen Formen von etwa Schäferhundgröße bis zu gigantischen Raubtieren wie Inostrancevia, eine Art welche eine Länge von etwa 4,5m erreichte. In ihrer Gestalt ähnelten sie einer Mischung aus einer Säbelzahnkatze und einem Komodowaran, mit kräftigen, beinahe senkrecht unter dem Körper stehenden Gliedmaßen, einem für Reptilien relativ kuren Schwanz, und einem langen kräftigen Schädel mit teilweise sehr gut ausgeprägten Säbelzähnen. Diese Tiere zeigten schon viele Merkmale echter Säugetiere, wie etwa Gehörknöchelchen, besonders interessant ist aber, dass fossil erhaltene Hautabdrücke gezeigt haben, dass sie nicht wie in der Regel dargestellt, über Schuppen verfügten, sondern eine nackte Haut besaßen. Haarfolikel waren ebenfalls nicht vorhanden, und die Haut dürfte wohl jener von heutigen “nackten” Säugetieren geähnelt haben, etwa Hirschebern oder Warzenschweinen, oder auch afrikanischen Nashörnern. Die großen Säbelzähne welche auch bei geschlossenen Kiefern aus dem Maul herausragten, und teilweise soger noch den Unterkiefer unterragten, gaben diesen Tieren den Namen, in Anlehnung an die Fangzähnigen Gorgonen der griechischen Mythologie. Ein sehr schönes Beispiel für einen solchen säbelzähnigen Gorgonopsiden ist dieser Schädel eines Dinogorgon quinquemolaris, welcher in der Schausammlung des paläontologischen Instituts in Tübingen ausgestellt ist.

Dinogorgon-Schädel

Interessanterweise verfügten diese Raubtiere nicht wie Raubsäuger über keine schneidenen Reißzähne im hinteren Kieferbereich, so dass sie nur auf relativ ineffiziente Weise mit ihren vor den Säbelzähnen liegenden Frontzähnen Fleisch aus ihrer Beute reißen konnten.